FAIRAUDIO 09/2010

Test-Fazit: Quadral Aurum Megan VIII
Eine transparente, zackig-schnelle, aber bei aller Attack-Liebe nicht den Körper beziehungswiese das Sustain/Decay von Tönen übergehende und letztlich auch deswegen keinesfalls analytisch-sezierende, sondern vielmehr gänzlich stressfreie Darstellungsweise zeichnen die Megan VIII aus. Die kleine Aurum gehört insgesamt zu den Wandlern, deren Klangbild sich weniger aufgrund eines zum Dahinschmachten schönen Schmelzes oder einer wundersamen Klangaura profiliert, denn vielmehr griffig-konturiert-trocken daherkommt.
Neben dieser rhythmisch-anmachenden, involvierenden Seite ist dem Charakter der Quadral Megan VIII aber auch etwas dezentes zu eigen, ja ich kann mir sogar vorstellen, dass man bei einem schnell hingehuschten AB-Vergleich geneigt sein könnte, unseren Probanden ein wenig zu „überhören“:
Denn eine aufmerksamkeitsheischende Abstimmung der Frequenzenden ist der kleinen VIIIer nicht zuteil geworden. Neutral, sprich ohne jedwede schönfärberische Grundtontricks geben sich die - wenn auch nicht gerade überraschend tief hinunterreichenden - unteren Lagen. Oben rum hat man auf das allerletze Fünkchen Glanz und Air verzichtet, erreicht aber ansonsten eine sehr gut aufgelöste, auffallend rein und stressfrei tönende Hochtonwiedergabe.
Für Hörer, deren Beuteschema auf tonal eher „spektakulär“ abgestimmte Boxen gerichtet ist, mag die Megan weniger geeignet sein. Für Hörer dagegen, die neben den erwähnten Tugenden auch vorbildlich balancierte wie durchgezeichnete Mitten zu schätzen wissen, wird die Aurum Megan VIII in Anbetracht ihres Preises wohl als sowas wie ein obligatorisches Probehörobjekt durchgehen ... gönnen Sie sich unbedingt entsprechende Zeit beim Händler.
Den kompletten Test finden Sie unter www.fairaudio.de

