AURUM Phonologue
Ein Unternehmensbereich der
quadral GmbH & Co. KG.
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Was ist das Bandpass-Prinzip?

Bei der AURUM 970 und der 770 haben wir ebenfalls alles getan, damit Sie tiefe Tonlagen in bester Qualität genießen können - hier setzten wir jedoch aufs Bandpass-Prinzip. Auch dabei arbeiten beide Membranseiten auf unterschiedliche Kammern: Die eine Seite auf ein geschlossenes, die andere Seite auf ein Bassreflex-Volumen. Optisch bleibt der Tieftöner deshalb verborgen, denn er befindet sich mitten im Gehäuse. Der Vorzug dieser Konstruktionsart ist die einem integrierten Subwoofer ähnliche Wirkung - die Vorteile eines Zweiweg-Lautsprechers, wie Homogenität und Ortungsschärfe, bleiben uneingeschränkt erhalten, während die Fülle und der Nachdruck im tieffrequenten Bereich der eines Dreiweg-Systems entspricht.


Kommen Computer bei der Konstruktion von AURUM Lautsprechern zum Einsatz?

Alle AURUM Lautsprecher werden mit größtmöglicher Sorgfalt entwickelt und konstruiert. Ein Computer berechnet die Einflüsse von Gehäuse und Frequenzweiche, noch bevor wir die mechanischen Eigenschaften der Tieftöner endgültig festlegen. Doch kein Computer kann den Klang beurteilen, und daher folgen den Berechnungen zahlreiche Messungen und Hörtests, bis AURUM Lautsprecher letztendlich die Serienreife erlangen.


Welchen Einfluss hat das Gehäuse auf das Klangbild?

Bei einem Musikinstrument sorgen Eigenresonanzen des Gehäuses für akustisches Charisma, welches dem Gehör zu schmeicheln versucht. Ganz anders sieht es hingegen beim Lautsprecher aus. Hier sind Eigenklänge des Gehäuses aufgrund der damit verbundenen Einbußen bei der Klangneutralität unerwünscht. Ursache von Eigenresonanzen ist das mitschwingende Holz, das als Naturwerkstoff einen individuellen Charakter besitzt. Doch anstatt zu völlig anderen Werkstoffen zu greifen oder das Eigenleben des Holzes zu ignorieren, ziehen wir bei AURUM einen anderen Weg vor, indem wir das Schwingungsverhalten präzise untersuchen und einer realistischen Wiedergabe entsprechend optimieren. Am Ende werden alle Bestandteile jedes Gehäuses von Meisterhand zusammengefügt.


Wie wichtig ist magnetische Linearität für die klangliche Reinheit?

Nicht nur die Membran, sondern auch die Magnetqualität hat großen Einfluss auf das akustische Endergebnis. Die verwendeten Magnete müssen Kraft und Linearität in einer perfekten Synthese bieten können. Durch eine penible Materialauswahl und einen aufwändig entwickelten geometrischen Aufbau der Magnetkonstruktion - beides von außen nicht sichtbar - setzen wir einen weiteren Meilenstein zum beeindruckenden klanglichen Gesamterlebnis.


Worin unterscheidet sich der AURUM RiCom von anderen Hochtönern?

In vielen Lautsprecher-Tests renommiertester Publikationen wurde unser RiCom-Hochtöner hoch gelobt. Er verfügt über eine sehr leichte, flache, ringförmige Biegeschwingermembran, die im Gegensatz zu Kolbenschwingern (wie z.B. Kalotten) weniger Luftmasse vor sich herschieben muss, um Schall zu erzeugen.

Klanglich sind die signifikante Klarheit und hohe Transparenz hörbare Stärken. Hier steht der RiCom dem Bändchenhochtöner sehr nahe. Doch auch gegenüber des Bändchens hat der RiCom Vorteile: Im oberen Mitteltonbereich, wo der Bändchenhochtöner passen muss, kann der RiCom seine Trümpfe ausspielen. Dazu verhilft ihm seine hubfreudige Membran aus feinem, elastischem Seidengewebe.

Sein Konstruktionsprinzip macht den RiCom außergewöhnlich reaktions¬schnell, was den Eindruck von musikalischer Leichtigkeit und Souveränität unterstützt. Eine konventionelle Membran könnte diese unmittelbare, lebendige Spritzigkeit nicht in gleichem Maße bieten. Zudem wartet das RiCom-Prinzip auch noch mit einem großen Abstrahlwinkel auf. Damit sind die klanglichen Vorzüge weitgehend unabhängig von der Hörposition zu erleben.


Worin unterscheiden sich die ALTIMA® von anderen Membranen?

Auch im Tief-/Mitteltonbereich überzeugen die AURUM Lautsprecher mit Innovationskraft. ALTIMA® vereint die drei Leichtmetalle Aluminium, Titan und Magnesium miteinander - um ein perfektes Schwingungsverhalten zu erzielen.

Die Hauptursache für den unterschiedlichen Klang diverser Materialien liegt in der Tatsache, dass sich Membranen beim Schwingen unkontrolliert verbiegen und dann nicht genau den Vorgaben der Schwingspule folgen. Das Ausmaß dieser so genannten "Partialschwingungen" determiniert großenteils den Eigenklang von Membranen.

Deshalb versuchen die Lautsprecherhersteller, materialbedingte Eigenresonanzen möglichst effektiv zu unterdrücken und auf verschiedene Frequenzen zu verteilen, um sie damit bestmöglich zu kaschieren.

ALTIMA® eröffnet dagegen ganz andere Möglichkeiten: Zum einen lassen sich die Materialresonanzen damit aus dem jeweiligen Einsatzbereich der Lautsprecher herausdrängen oder -schieben, und zum zweiten ermöglicht es die Resonanzen zu bündeln und dann per Netzwerk zu eliminieren. Das scheint simpel, gelingt aber kaum mit anderen Materialien. Daher sind Schnelligkeit, akribische Genauigkeit und die Abwesenheit von Eigenklängen die besonderen Kennzeichen unserer Konusmembranen.


Wie funktioniert das Druckkammer Reflexprinzip?

Die großen Standlautsprecher AURUM TITAN, AURUM VULKAN und AURUM MONTAN, verfügen über eine konstruktive Besonderheit bei den Gehäusen: Die Membranrückseiten arbeiten auf ein Bassreflex Volumen, die Vorderseiten dagegen auf eine Druckkammer. Diese Technik stammt ursprünglich von professionellen Studiomonitoren und ist bei HiFi Lautsprechern praktisch beispiellos. Die Kombination von Druckkammer und Reflexprinzip ermöglicht einen extensiven Tiefgang, gekoppelt mit höchster Präzision. Und das Schöne daran: Auch bei sehr hohen Pegeln bleiben die Bässe stets konturiert und erhaben.


Was bedeuten Softclipping und Peak-Limiter?

Gegen Überlastung oder Übersteuerung setzt man normalerweise sogenannte Limiter ein, Begrenzer für den Eingangspegel. Übliche Limiter wirken ähnlich wie ein dehnbares Gummiband, das am Ball befestigt ist und ihn am Aufschlagen an einer Wand hindert, um einen knallenden Aufprall oder gar Beschädigungen zu vermeiden. Solch ein Gummiband wirkt sich allerdings auf sämtliche Ballbewegungen aus, nicht nur auf die großen. Auf Subwoofer übertragen bedeutet das: solche mit Limiter klingen leicht verwaschen oder gar verzerrt, auch wenn sie extremen Eingangspegeln wirkungsvoll entgegensteuern.

Im direkten Vergleich ist dieses Aufweichen der Basstöne durchaus hörbar. Deshalb bevorzugte quadral stets eine Softclipping-Schaltung, die sich eher wie eine nachgiebige Wand verhält und das Aufschlagen des Balls mildert, um Materialschäden vorzubeugen.

Ergänzend hinzu kam jetzt ein von uns entwickelter und recht aufwendiger Peak-Limiter, der erst ins Geschehen eingreift, wenn Elektronik und Basschassis wirklich ihre Leistungsgrenze erreichen; aber nicht schon vorher, wie allgemein üblich. Dementsprechend bleiben die Bässe von AURUM-Subwoofer immer knackig und sauber, obwohl eine Übersteuerung - begleitet von harten Verzerrungen - perfekt verhindert wird.


Was ist eine Laufzeitkorrektur?

Bei fast allen Center-Lautsprechern sitzt der Hochtöner zwischen zwei Tief-Mitteltönern, und sie musizieren daher nur genau auf Achse korrekt. Wer seitlich von der Hochtönerachse sitzt, muß erhebliche Schalldruckverluste im Präsenzbereich (zwischen 1 kHz und 4 kHz) hinnehmen, was nicht nur die Stimmenwiedergabe hörbar beeinträchtigt.

Die meisten Hersteller nehmen diese Einschränkungen schulterzuckend in Kauf, während einige wenige mit einem vierten Chassis kontern, einem Mittelhochtöner, der unter dem Tweeter positioniert wird. Damit verschieben sie die Problematik allerdings nur von der horizontalen in die vertikale Ebene. D.h., jetzt darf die Centerbox nicht mehr einfach auf oder unter das TV-Gerät gelegt werden, sondern muß genau auf Ohrhöhe ausgerichtet, also angewinkelt werden, um ordentlich zu klingen. Ein zweifelhafter Kompromiß.

Die AURUM-Center gehen einen anderen Weg: Eine Laufzeit- bzw. Phasenkorrektur in der Frequenzweiche sorgt dafür, dass die unvermeidliche Senke im Präsenzbereich weitaus weniger ausgeprägt ist als sonst üblich - in der Vertikalen ist sie sogar kaum noch nachweisbar. Deshalb müssen die AURUM Center-Lautsprecher weder zu seitlich sitzenden Hörern noch auf die Ohrhöhe der Hörer ausgerichtet werden, um für alle Hörer klar und prägnant zu klingen.


Was ist das Besondere an AURUM's bipolaren Surround-Lautsprechern?

Während praktisch alle Lautsprecher tiefe Töne rundum verteilen, neigen sie dazu, den Schall mit zuhnehmender Frequenz immer mehr zu bündeln. Dabei spielt das Verhältnis zwischen dem Membrandurchmesser und der jeweiligen Frequenz eine maßgebende Rolle. Doch selbst kleine Kalottenmembranen bündeln höherfrequenten Schall wie Scheinwerfer das Licht. Dieser Effekt ist nicht unwillkommen, hat er doch geringere Reflexionen im Hörraum und damit eine höhere Detailgenauigkeit und Feinauflösung zur Folge.

Doch was den Frontlautsprechern durchaus von Nutzen ist, stellt für die rückwärtigen Satelliten nicht unbedingt einen Vorteil dar. Vor allem wenn man recht nahe an den Rücklautsprechern sitzt, ortet man die Signale der hinteren Kanäle direkt in den Boxen statt irgenwo hinten links oder rechts, wie es eigentlich sein sollte.

Deshalb spendierten wir der AURUM 10 einen zusätzlichen Hochtöner auf der Gehäuserückwand. Er sorgt für das wünschenswerte Maß an Indirekt- oder Diffusschall auch bei hohen Frequenzen. Die Tiefmittelton-Membranen sind dagegen klein genug, um in ihrem Einsatzbereich kaum zu bündeln und stattdessen selbst für genügend Indirektschall zu sorgen.

Hochtöner bündeln den Schall bei hohen Frequenzen, was der Detailgenauigkeit zugute kommt. Ein zweiter Hochtöner auf der Boxenrückwand sorgt dagegen für eine größere Weiträumigkeit und ein luftigeres Klangbild - für die Surround-Wiedergabe ein klarer Zugewinn.


Was ist der AURUM Bändchen Hochtöner?

Der von AURUM neu entwickelte Bändchen Hochtöner arbeitet nach dem magnetostatischen Prinzip. Dessen hauchdünne und federleichte Membran befindet sich in Tuchfüllung zu vier Neodym-Magnetstäben. Die hierdurch entstehende Kraft ist so gigantisch, dass man sie mit bloßen Händen nicht mehr voneinander trennen kann, wenn sie aufeinander treffen.
Die Membranfläche ist fast viermal so groß, wie die seines bewährten Vorgängers. Daher kann der neue AURUM Bändchen Hochtöner eine ganze Oktave tiefer eingesetzt werden (ab 2 kHz) und 10 dB mehr Maximaldruck erzeugen - im Vergleich also doppelt so laut aufspielen.


Hochtöner mit feinem Charakter: das MONTAN-Bändchen

Wie schon AURUM TITAN und VULKAN verfügt auch die AURUM MONTAN VII über einen neuentwickelten, wenngleich kleineren Bändchen-Hochtöner, dessen beinahe gewichtslose Folienmembran zwischen superstarken Magnetstäben schwingt.

Alle hohen Obertöne zeichnet die neue MONTAN daher mit Detailfreude, quirliger Lebendigkeit und maximaler Akkuratesse. Und ein gitterähnlicher Schallverteiler vor der Membran verhilft diesem Hochtöner zu seinem ungewöhnlich großen Abstrahlwinkel, den man vielleicht von kleinen Kalottenmembranen kennt, nicht aber von Bändchen. Vorteil: Auch bei seitlich von der Hauptachse sitzenden Hörern kommt Freude über die feinziselierten Obertöne auf.

Darüber hinaus ist es uns gelungen, den nutzbaren Einsatzbereich des Bändchens ungewöhnlich groß zu gestalten (3 kHz bis 65 kHz) und das bei ungetrübter Sauberkeit bis hin zur Partylautstärke.